Reanimieren im Notfall - so helfen Sie richtig

Paul Hinz

Paul Hinz

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28. Juli 2026

Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man eine Person in die stabile Seitenlage bringt, um sicherzustellen, dass sie atmen kann. Dies ist ein wichtiger Schritt, wenn man wissen muss, was ist reanimieren.
Ein Mensch bricht plötzlich zusammen, reagiert nicht und atmet nicht normal. Dann zählt jede Sekunde: Ich erkläre, was Reanimieren bedeutet, woran Sie einen Herz-Kreislauf-Stillstand erkennen und wie Sie mit 112, Herzdruckmassage und AED richtig helfen.

Die wichtigsten Schritte können auch Laien sofort anwenden

  • Prüfen: Reagiert die Person nicht und atmet sie nicht normal?
  • Rufen: Sofort den Notruf 112 wählen und das Telefon auf Lautsprecher stellen.
  • Drücken: In der Mitte des Brustkorbs mit 100 bis 120 Kompressionen pro Minute drücken.
  • AED nutzen: Das Gerät einschalten und seinen Sprachanweisungen folgen.
  • Durchhalten: Erst aufhören, wenn die Person wieder normal atmet, professionelle Hilfe übernimmt oder die eigene Sicherheit gefährdet ist.

Was ist Reanimieren im medizinischen Sinn

Reanimieren bedeutet, lebenswichtige Körperfunktionen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand vorübergehend zu ersetzen oder wiederherzustellen. Dazu gehören vor allem die Herzdruckmassage, gegebenenfalls die Atemspende und bei bestimmten Herzrhythmen die elektrische Behandlung mit einem Defibrillator.

Bei einem Kreislaufstillstand pumpt das Herz kein Blut mehr durch den Körper. Das Gehirn und andere Organe erhalten dadurch keinen ausreichenden Sauerstoff. Die Wiederbelebung hält den Blutfluss zumindest teilweise aufrecht, bis der Rettungsdienst weitere Maßnahmen einleiten kann.

Aus meiner Sicht ist der wichtigste Unterschied zwischen Theorie und Praxis schnell erklärt: Eine Reanimation ist kein komplizierter Eingriff, den nur medizinisches Personal durchführen darf. Fest und schnell zu drücken ist fast immer besser, als aus Angst gar nichts zu tun.

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann durch einen Herzinfarkt, eine schwere Herzrhythmusstörung, Ertrinken, Ersticken, eine Vergiftung oder ein schweres Trauma ausgelöst werden. Für Ersthelfende ist die genaue Ursache zunächst zweitrangig. Entscheidend sind Bewusstsein und Atmung.

Woran erkenne ich einen Kreislaufstillstand

Sprechen Sie die betroffene Person laut an und rütteln Sie vorsichtig an den Schultern. Reagiert sie nicht, prüfen Sie die Atmung, indem Sie den Kopf vorsichtig nach hinten neigen, das Kinn anheben und höchstens zehn Sekunden lang sehen, hören und fühlen.

Eine normale Atmung erkennen Sie an regelmäßigen Atemzügen und einer sichtbaren Bewegung des Brustkorbs. Schnappen nach Luft, unregelmäßige oder röchelnde Atemzüge gelten dagegen nicht als normale Atmung. Warten Sie in diesem Fall nicht ab, sondern beginnen Sie mit der Wiederbelebung.

Beobachtung Richtige Maßnahme
Bewusstlos, normale Atmung vorhanden 112 rufen, stabile Seitenlage, Atmung weiter kontrollieren
Bewusstlos, keine oder unnormale Atmung 112 rufen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen
Unsicherheit, ob die Atmung normal ist Vom Kreislaufstillstand ausgehen und handeln

Den Puls müssen Laien nicht lange suchen. Das kostet Zeit und führt häufig zu falschen Einschätzungen. Bewusstlosigkeit plus fehlende oder nicht normale Atmung reicht aus, um eine Reanimation zu starten.

Eine Frau kniet neben einem Mann, der auf dem Boden liegt. Sie bereitet sich darauf vor, ihn zu reanimieren, indem sie ein Defibrillator-Gerät benutzt.

Prüfen, rufen, drücken und weitermachen

1. Eigene Sicherheit prüfen

Bevor Sie helfen, achten Sie kurz auf Gefahren wie Verkehr, Feuer, Strom oder Rauch. Bei einem Brand oder einem Verkehrsunfall darf die eigene Sicherheit nicht gefährdet werden. Wenn die Umgebung sicher ist, bringen Sie die Person möglichst auf eine harte, flache Unterlage.

2. Bewusstsein und Atmung kontrollieren

Sprechen Sie die Person laut an und berühren Sie vorsichtig ihre Schulter. Bleibt eine Reaktion aus, machen Sie die Atemwege frei und prüfen Sie die Atmung höchstens zehn Sekunden lang.

3. Notruf 112 wählen

Sind weitere Personen anwesend, weisen Sie jemanden direkt an, den Notruf zu wählen und nach einem AED zu suchen. Sind Sie allein, rufen Sie selbst die 112 an, schalten das Telefon auf Lautsprecher und folgen den Anweisungen der Leitstelle.

Die Leitstelle fragt typischerweise nach dem Ort, dem Geschehen, der Zahl der betroffenen Personen und Ihrem Namen. Beenden Sie das Gespräch nicht eigenständig. Die Mitarbeitenden können Sie telefonisch bei der Wiederbelebung anleiten, während der Rettungsdienst bereits alarmiert ist.

Lesen Sie auch: Notruf-Arbeitsblatt zu den W-Fragen - sicher üben mit 112

4. Herzdruckmassage beginnen

  1. Knien Sie sich seitlich neben den Brustkorb.
  2. Legen Sie den Ballen einer Hand in die Mitte des Brustkorbs, die andere Hand darauf.
  3. Drücken Sie mit gestreckten Armen 5 bis 6 Zentimeter tief.
  4. Halten Sie ein Tempo von 100 bis 120 Druckmassagen pro Minute ein.
  5. Lassen Sie den Brustkorb nach jedem Druck vollständig entlasten.

Ein passender Rhythmus liegt ungefähr im Takt des Liedes „Stayin’ Alive“. Entscheidend ist nicht, den perfekten Rhythmus zu treffen, sondern ohne lange Pausen kräftig und regelmäßig zu drücken.

Wenn Sie nicht beatmen möchten oder es Ihnen nicht möglich ist, führen Sie ausschließlich die Herzdruckmassage durch. Das ist für ungeübte Helfende eine sinnvolle und anerkannte Möglichkeit, sofort zu helfen.

Wie Herzdruckmassage, Atemspende und AED zusammenspielen

Wer in Erster Hilfe geschult ist und eine Atemspende durchführen möchte, kombiniert 30 Herzdruckmassagen mit 2 Atemspenden. Die Beatmung sollte die Herzdruckmassage nicht unnötig lange unterbrechen. Für ungeübte Personen hat das kontinuierliche Drücken Priorität.

Ein automatisierter externer Defibrillator, kurz AED, analysiert den Herzrhythmus und gibt bei Bedarf einen Stromimpuls ab. Das Gerät spricht in der Regel klare Anweisungen aus und kann auch von Laien bedient werden.

  • AED einschalten und die Sprachanweisungen befolgen.
  • Elektroden auf den entblößten Brustkorb kleben.
  • Während der Analyse und eines möglichen Schocks darf niemand die Person berühren.
  • Nach der Aufforderung sofort wieder mit der Herzdruckmassage beginnen.

Ein AED ersetzt die Reanimation nicht. Er wird zusätzlich eingesetzt und darf die Herzdruckmassage nur so kurz wie nötig unterbrechen. Ist kein Gerät in unmittelbarer Nähe, schicken Sie eine andere Person danach, aber verlassen Sie die betroffene Person nicht allein.

Was bei Kindern und besonderen Notfällen anders ist

Bei Kindern und Säuglingen liegt die Ursache eines Kreislaufstillstands häufiger in einem Atemproblem, etwa durch Ersticken oder Ertrinken. Deshalb sind bei Kindern, sofern möglich und beherrscht, zunächst bis zu fünf Atemspenden vorgesehen. Danach wird im Verhältnis 30 zu 2 wiederbelebt.

Die Drucktiefe richtet sich nach der Körpergröße. Bei einem Säugling wird mit zwei Fingern ungefähr ein Drittel der Brustkorbtiefe gedrückt, bei einem Kleinkind meist mit einer Hand. Wenn Sie unsicher sind, folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle, statt wertvolle Zeit mit Überlegen zu verlieren.

Nach einem Ertrinkungsunfall steht der Eigenschutz an erster Stelle. Springen Sie nicht ungesichert ins Wasser. Sobald die Person an einem sicheren Ort liegt und bewusstlos ist, prüfen Sie die Atmung und beginnen bei fehlender oder unnormaler Atmung mit der Wiederbelebung.

Bei sichtbaren Verletzungen oder Blutungen gilt ebenfalls zunächst die eigene Sicherheit. Eine starke Blutung sollte möglichst gleichzeitig mit Druck versorgt werden, während eine zweite Person den Notruf absetzt. Die Herzdruckmassage bleibt bei einem Kreislaufstillstand trotzdem die wichtigste Maßnahme.

Welche Fehler bei der Reanimation besonders häufig sind

Viele Menschen warten zu lange, weil sie befürchten, eine Rippe zu brechen oder etwas falsch zu machen. Verletzungen sind möglich, aber in dieser Situation wiegt unterlassene Hilfe deutlich schwerer. Eine bewusstlose Person ohne normale Atmung braucht sofort Unterstützung.

  • Zu lange nach dem Puls suchen
  • Auf normale Atmung warten, obwohl die Person nur nach Luft schnappt
  • Nur vorsichtig und zu langsam drücken
  • Nach wenigen Sekunden wegen Erschöpfung oder Unsicherheit aufhören
  • Den AED erst holen, wenn niemand mit der Herzdruckmassage begonnen hat
  • Die stabile Seitenlage verwenden, obwohl keine normale Atmung vorhanden ist
Die stabile Seitenlage ist für bewusstlose Personen mit normaler Atmung gedacht. Bei fehlender oder unnormaler Atmung sorgt sie nicht für ausreichenden Blutfluss. Dann müssen Sie den Brustkorb komprimieren und die Anweisungen der Leitstelle befolgen.

Ich empfehle, die Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen, idealerweise alle paar Jahre. Gerade die richtige Drucktiefe und das Tempo vergisst man schnell, wenn der letzte Kurs lange zurückliegt. Ein praktischer Kurs mit Übungspuppe gibt deutlich mehr Sicherheit als reines Lesen.

Der richtige Entschluss im entscheidenden Moment

Reanimieren heißt im Kern, den Kreislauf eines bewusstlosen Menschen durch schnelle Erste Hilfe zu unterstützen. Merken Sie sich deshalb die kurze Reihenfolge prüfen, rufen, drücken.

Wenn keine normale Atmung vorhanden ist, wählen Sie die 112, starten die Herzdruckmassage und hören nicht unnötig auf. Die Leitstelle, weitere Ersthelfende und der Rettungsdienst helfen Ihnen dabei, die nächsten Schritte sicher durchzuhalten.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Reagiert eine Person nicht und atmet sie nicht normal, liegt wahrscheinlich ein Kreislaufstillstand vor. Schnappen nach Luft, unregelmäßige oder röchelnde Atemzüge gelten nicht als normale Atmung. Prüfen Sie höchstens zehn Sekunden und beginnen Sie bei Unsicherheit mit der Wiederbelebung.

Drücken Sie in der Mitte des Brustkorbs 5 bis 6 Zentimeter tief und mit 100 bis 120 Kompressionen pro Minute. Lassen Sie den Brustkorb nach jedem Druck vollständig entlasten und vermeiden Sie lange Pausen.

Rufen Sie selbst die 112 an, schalten Sie das Telefon auf Lautsprecher und folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle. Beginnen Sie anschließend sofort mit der Herzdruckmassage. Wenn Sie nicht beatmen möchten oder es nicht können, ist kontinuierliches Drücken eine sinnvolle Möglichkeit zu helfen.

Schalten Sie den AED ein, kleben Sie die Elektroden auf den entblößten Brustkorb und befolgen Sie die Sprachanweisungen. Während der Analyse und eines möglichen Schocks darf niemand die Person berühren. Danach beginnen Sie sofort wieder mit der Herzdruckmassage.
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Paul Hinz
Mein Name ist Paul Hinz und ich bringe drei Jahre Erfahrung im Bereich Brandschutz, Sicherheit und Notfallvorsorge mit. Mein Interesse für diese Themen entstand aus der Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht auf Sicherheit hat und gut auf Notfälle vorbereitet sein sollte. Ich finde es spannend, komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und sie für ein breiteres Publikum verständlich zu machen. In meinen Beiträgen konzentriere ich mich darauf, aktuelle Trends und Entwicklungen im Brandschutz zu beleuchten sowie praktische Tipps zur Notfallvorsorge zu geben. Dabei lege ich großen Wert auf die Genauigkeit und Aktualität der Informationen, die ich bereitstelle. Ich überprüfe stets meine Quellen und vergleiche verschiedene Perspektiven, um sicherzustellen, dass meine Leser die bestmöglichen Informationen erhalten. Mein Ziel ist es, ein Bewusstsein für Sicherheit zu schaffen und meinen Lesern zu helfen, informierte Entscheidungen zu treffen.
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